Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch: Für das Recht auf einen freien Entscheid

Paragraph 218-219 des deutschen Strafgesetzbuches
Informationsbroschüre von ProFamilia (download

26.3.2010

Deutschland: Die Zahl der Abtreibungen ist weiterhin rückläufig

Der rückläufige Trend der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland setzt sich fort. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2009 110'694 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, ein Rückgang um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Abtreibungen an unter-18-Jährigen ist erneut zurückgegangen und zwar um 7,5% (Vorjahr: Rückgang um über 13%).
Seit 1996, dem ersten Jahr nach Einführung der Fristenregelung, war die Zahl noch nie so tief. Die von Gegnern der Fristenregelung prophezeite massive Zunahme ist nicht eingetreten. Vielmehr ist die Zahl gegenüber den 80er Jahren deutlich gesunken - dank besserer Verhütung.

Registrierte Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland
Jahr Zahl Pro 1'000 Frauen
15-44-jährig
.
1980 179'800 10,5 unvollständige Registrierung
1990 145'267 8,7
1995 97'937 -
1996 * 130'899 7,6 präzisere Registrierung
1997 130'890 7,6
1998 131'795 7,7
1999 130'471 7,7
2000 134'600 8
2001 134'960 8
2002 130'400 7,8
2003 128'300 7,6
2004 129'650 7,8
2005 124'023 7,5
2006 119'710 7,3
2007 116'871 7,3
2008 114'484 7,1
2009 110'694 7
* Fristenlösung in Kraft ab 1.1.96

Im Jahr 2009 wurden 97% der Abtreibungen auf Ersuchen der Frau nach der vom Gesetz vorgeschriebenen Beratung vorgenommen, 3% auf Grund einer medizinischen oder kriminologischen Indikation (Vergewaltigung, Inzest). Rund 79% der Eingriffe wurden in gynäkologischen Praxen ambulant durchgeführt. 14% wurden medikamentös (mit Mifegyne) vorgenommen.

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