Letzte Aktualisierung:
Weltweit ist ein Trend zur Liberalisierung der
Abtreibungsgesetze festzustellen.
Abtreibung weltweit, weitere Informationen
Übersicht über die
Gesetzgebung weltweit
Kommentare zu den Gesetzen weltweit (UNO, in Englisch)
Die grosse Mehrzahl der Länder
Europas und die
USA haben zum
Teil seit über 30 Jahren eine Fristenregelung.
Kanada
hat überhaupt kein Abtreibungsgesetz. Behauptungen, die Zahl der
Schwangerschaftsabbrüche habe dadurch zugenommen, sind falsch.
Keine Zunahme der
Schwangerschaftsabbrüche infolge Fristenregelung
Trend in Europa
Abortrate - internationaler Vergleich
In den meisten Ländern Afrikas und Südamerikas und in weiten Teilen Asiens gelten immer noch sehr restriktive Gesetze.
Die Zahl der Abtreibungen weltweit wird auf jährlich 42 Mio
geschätzt, was einer durchschnittlichen Abortrate von 29 je 1'000 Frauen
im Alter von 15-44 Jahren entspricht. Davon passieren etwa 20 Mio illegal
in Ländern, die Abtreibung völlig verbieten oder nur unter sehr
restriktiven Bedingungen zulassen. Ein grosser Teil dieser illegalen
Eingriffe wird unsachgemäss durchgeführt - mit katastrophalen Folgen für die
Gesundheit der Frauen. Rund 70'000 Frauen sterben jährlich an den Folgen
von Pfuscherabtreibungen.
Unsachgemässe Abtreibungen in 3.Welt-Ländern (Schätzung WHO)
Falsch: "Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Embryo von Anfang an Mensch ist."
Die Biologie kann heute exakt beschreiben, was zu welchem Zeitpunkt der
embryonalen Entwicklung geschieht. Welche Eigenschaften den Menschen bzw. eine Person ausmachen, welcher
Stellenwert dem embryonalen Leben im Vergleich mit andern Werten zukommt -
das sind philosophisch-ethische Fragen, auf die die Wissenschaft keine
Antwort geben kann.
Biologische Fakten
Grafik Embryo natürlich Grösse
Fotos (stark vergrössert)
Ethische Fragen
ACHTUNG: Sie werden auf vielen Webseiten der Abtreibungsgegner faustdick belogen. Insbesondere bei www.abtreibung.de. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche werden vorgenommen, lange bevor der Fötus dem Bild auf der Webseite entspricht (9 Wochen alter Fötus = Ende 11. Schwangerschaftswoche).
Achtung: Auf Webseiten der Abtreibungsgegner werden Methoden beschrieben, die teils seit Jahrzehnten nicht mehr angewendet werden oder nur in seltenen Ausnahmefällen (Spätabbrüche aus medizinischen Gründen).
Detailliertere Beschreibung der Methoden
FALSCH:"Eine Abtreibung hat schwere physische und psychische Folgen für die Frau"
Aus zahlreichen Studien, die auf Nachuntersuchungen von Tausenden von Frauen beruhen, geht eindeutig hervor:
Geringes
Komplikationsrisiko, Quellen
Psychische Folgen
Psychische Folgen:
Mythen und Fakten - Bericht über eine
wissenschaftliche Tagung 31.5.01
Das unerwünschte Kind
Für die meisten Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht ziehen, ist die Weggabe des Kindes zur Adoption keine Alternative. Umgekehrt kam für die meisten Mütter, die ihr Kind zur Adoption gaben, ein Schwangerschaftsabbruch nicht in Frage. Im Gegensatz zum Schwangerschaftsabbruch ist die Adoptionsfreigabe oft psychisch sehr belastend: Trauer, Schuldgefühle, Aggressivität, Depressionen, geringes Selbstwertgefühl sind bei diesen Müttern häufig anzutreffen.
Nicht unproblematisch ist Adoption auch für Adoptiveltern und -kinder.
In der Pubertät werden letztere oft in tiefe Identitätskrisen gestürzt.
Adoption darf niemals verordnet werden.
Berichte
Literatur:
Cosmos-Verlag Bern, 1992: "Adoptiert. Lebensgeschichten ohne Anfang".
Golomb E. u. Geller H. "Adoption zwischen gesellschaftlicher Reglung und
individuellen Erfahrungen." Reihe Sozial- u. Politikwissenschaften. Essen,
1992
Szypkowski Beate: "Die Kontinuität der <guten Mutter>", Centaurus, 1997
Stamm H. "Probleme des legalen Aborts in der Schweiz", Ars Medici, 1974
Swientek Ch. "Ich habe mein Kind fortgegeben - Die dunkle Seite der
Adoption", rororo, 1982
Die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs hat erwiesenermassen kaum
einen Einfluss auf die Zahl der Geburten - jedenfalls in westlichen
Industriestaaten mit gutem Zugang zu Mitteln der
Schwangerschaftsverhütung. Die Geburtenraten hängen offensichtlich von
andern Faktoren ab als von den Abtreibungsgesetzen.
Mehr
Informationen
Je mehr Paare eine sichere Verhütungsmethode anwenden, desto niedriger
ist die Schwangerschaftsabbruch-Rate. Allerdings gibt es keine 100prozentig sichere und für
alle taugliche Verhütungsmethode.
Prävention
statt Strafe
Abtreibung und Verhütung